IVF / ICSI – der Stand der Dinge

Große Hoffnungen waren auf das Urteil des Landessozialgerichtes Celle am 23.02.00 gerichtet. Entsprechend groß war auch die Freude, als das Urteil der Klägerin Recht gab und eine Zahlungspflicht der Krankenkassen für die Mikroinjektion als gegeben ansah.

Enttäuscht wurden die Erwartungen allerdings dadurch, dass die Revision zugelassen wurde, so dass das Verfahren erneut nun beim Bundessozialgericht anhängig ist.

Dies wird voraussichtlich nicht vor Mitte 2001 entschieden. Bis dahin wird möglicherweise auch die deutsche ICSI-Studie abgeschlossen sein, so dass prospektiv ermittelte Daten vorliegen im Vergleich von ICSI-Kindern zu "im Bett gezeugten Kindern".

Insider sehen zur Zeit kaum Möglichkeiten, Druckmittel auf die Politik auszuüben.

IVF / ICSI – aktuelle Urteile

Das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen gewährte am 25. Mai 2000 dem Kläger die Behandlung einer ausgeprägten männlichen Sterilität durch eine ICSI-Behandlung. Eine zusätzlich gewünschte Kostenübernahme für eine Kryokonservierung lehnte das Gericht ab. Auch in diesem Verfahren wurde eine Revision zugelassen.

Über aktuelle Urteile ist der Bundesverband Reproduktionsmedizinischer Zentren Deutschlands e.V. (www.repromed.de) auf dem aktuellen Stand.

Der BRZD sollte auf jeden Fall konsultiert werden, wenn Widersprüche gegen ablehnende Kostenübernahmebescheide der Krankenkassen formuliert und weiter verfolgt werden sollen.

Fortpflanzungsmedizingesetz – Eizellspende und Übertragung von > 3 Embryonen

Im kommenden Jahr soll das veraltete Embryonenschutzgesetz durch ein neues, umfassenderes Fortpflanzungsmedizingesetz abgelöst werden. Die Empfehlungen deutscher Fortpflanzungsmediziner beinhalten u.a. die Ermöglichung der Eizellspende, wie sie in anderen europäischen Ländern längst praktiziert wird und die Abkehr von der rigiden Beschränkung auf 3 Embryonen, vor allem bei Patientinnen, die älter als 40 Jahre sind.

Hierzu erschien in der Zeitschrift "Der Frauenarzt" im 41. Jahrgang August 2000 eine Übersichtsarbeit, die Probleme und Möglichkeiten dieser reproduktionsmedizinischen Techniken darstellt.
Für weitere Informationen: info@kinderwunsch-hh.de.

Projekt "Heidelberger Kinderwunsch-Sprechstunde"

Nach sechsjähriger Dauer wird das Projekt "Heidelberger Kinderwunsch-Sprechstunde" - Psychologische Beratung bei unerfülltem Kinderwunsch - in diesem Jahr abgeschlossen. Neben wissenschaftlichen Veröffentlichungen soll zum Jahresende auch ein Patientenratgeber zu den seelischen Aspekten ungewollter Kinderlosigkeit erscheinen. Dieser Ratgeber soll Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch bei der Bewältigung der im Verlauf einer Kinderwunsch-Behandlung möglicherweise auftretenden seelischen Krisen helfen. Dazu möchten wir alle Paare um Mithilfe bitten:

  • Was sollte Ihrer persönlichen Erfahrung nach unbedingt in diesen Ratgeber aufgenommen werden?

  • Welche Ratschläge zur Bewältigung ungewollter Kinderlosigkeit können Sie anderen Paaren in dieser Situation geben?

Sie können uns Stichpunkte, Tipps, Wünsche, Erfahrungsberichte etc. mitteilen, vom Umfang her nicht begrenzt und natürlich anonym. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns Ihre e-mail dazu bis Anfang Juni 2000 senden würden (oder auch per Briefpost). Im Internet ist diese Anfrage unter
http://Startseite.t-online.de/Startseite/t.wischmann/rgtipps.htm online zu beantworten. Für Rückfragen stehen wir Ihnen unter Tel: 06221/568142 gerne zur Verfügung. Mit dieser Anfrage sind selbstverständlich keine finanziellen Interessen oder Werbeabsichten verknüpft, da (wie erwähnt) das Projekt dieses Jahr enden wird.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung!

Mit herzlichem Dank für Ihre Mühe und mit freundlichen Grüßen

Dr. Tewes Wischmann, Dipl.-Psych., Dipl.-Psych. Heike Stammer
Projekt "Heidelberger Kinderwunsch-Sprechstunde"
Tel.: 06221/568142
Fax: 06221/565303
e-Mail: Tewes_Wischmann@med.uni-heidelberg.de
bzw. mailto:Heike_Stammer@med.uni-heidelberg.de
Internet: http://www.med.uni-heidelberg.de/psycho/medpsych/hdkw.htm
Abt. fuer Medizinische Psychologie
Psychosomatische Klinik
Universitaetsklinikum Heidelberg
Bergheimer Strasse 20
D-69115 Heidelberg

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