Fachbegriffe

Auch wenn wir versucht haben, den Text so patientenfreundlich wie möglich zu gestalten, kann nicht gänzlich auf präzisierende Begriffe verzichtet werden. Diese sind in nachstehendem Wörterbuch aufgeführt. Diese Liste enthält auch Begriffe, von denen wir annehmen, daß sie im Rahmen einer Behandlung häufig benutzt werden.


Adrenogenitales S.

Oberbegriff für unterschiedlich ausgeprägte angeborene Enzymdefekte der Cortisolsynthese in der Nebennierenrinde, die dazu führen, daß vermehrt Androgene gebildet werden.

Agglutination

Verklebung oder Verklumpung von Zellen

AGS

Abkürzung für Adrenogenitales Syndrom

Amenorrhoe

Ausbleiben der Regel

primäre A.

Ausbleiben der Menarche über das 15.Lebensjahr hinaus.

sekundäre A.

Ausbleiben der Menstruation über 3 Monate nach vorherigem normalen Zyklusverlauf

Androgene

männliche Hormone

Androgenisierung

Sammelbegriff für die Folgen einer vermehrten Androgenwirkung

Anovulation

Ausbleiben der Ovulation

Antikörper

Eiweißmolekül der Körperabwehr, das Körperfremdes erkennt, markiert und unschädlich macht

Basaltemperatur

Körpertemperatur nach dem Aufwachen, aber vor dem Aufstehen

Cervix Ca

Karzinom des Gebärmutterhalses. Synonym KollumKarziom

Chlamydien

Bakterienart, die häufig die Geschlechtsorgane befällt

Chromosomenanomalie

Schädigung der Erbanlagen

Corpus Ca

Karzinom des Gebärmutterkörpers, meistens vom Endometrium ausgehend

Corpus luteum

Gelbkörper, der nach der Ovulation aus den Resten des Follikels entsteht und das weibliche Geschlechtshormon Progesteron bildet

Corpus luteum

Synonym: Gelbkörper. Entsteht aus dem rupturierten Follikel.

Down Syndrom

Synonyme: Trisomie 21, "Mongolismus". Chromosomenanomalie durch ein zusätzliches Chromosom 21 Die Betroffenen sind geistig und z.T. körperlich behindert.

Down-Regulation

Verminderung der FSH- und LH-Ausschüttung aus der Hypophyse durch GnRH-Analoga

Dysfunkt. Blutung

azyklische uterine Blutungen, die meist durch Hormonstörungen bedingt sind.

Ejakulat

Synonym: Samenflüssigkeit

Ejakulation

Samenerguß

Embryo

Fruchtanlage bis zur Ausbildung sämtlicher Organe.

Embryotransfer

fälschlich für Übertragung einer befruchteten Eizelle (Zygote) meist im 2 bis 8-Zellstadium in die Gebärmutter nach Befruchtung außerhalb des Körpers.

Endometriose

außerhalb der Gebärmutterhöhle wachsendes Endometrium, welches zyklische Schmerzen und Blutungen sowie Verwachsungen verursacht. Häufige Sterilitätsursache.

Endometrium

Gebärmutterschleimhaut

EU

Abkürzung für Extrauterine Gravidität.

Extrauteringravidität

außerhalb der Gebärmutterhöhle wachsende, am häufigsten in einer Tube lokalisierte Schwangerschaft.

Follikel

Eibläschen, in dem sich die Eizellen während des Wachstums und der Reifung befinden

Follikelphase

Phase des Menstruationszyklus vor der Ovulation in der ein oder mehrere Follikel im Ovar heranreifen. Durch das in ihnen gebildete Östradiol wird das Endometrium aufgebaut.

Follikelpunktion

Entnahme von reifen Eizellen aus den Eierstöcken

Fotropin

FSH

Fötus

Bezeichnung der Frucht im Mutterleib ab dem 4. Schwangerschaftsmonat

FSH

follikelstimulierendes Hormon, das Wachstum und Entwicklung der Eizellen fördert

Galaktorrhoe

milchige Absonderung aus der Brust außerhalb der Schwangerschaft

GnRH

Gonadotropin-Releasing-Hormon; Freisetzungshormon des Hypothalamus, das die Ausschüttung von FSH und LH bewirkt

GnRH-Agonist

Arzneimittel, der die Ausschüttung von FSH und LH aus der Hypophyse hemmt

Gynäkomastie

ein- oder beidseitige Vergrößerung der männlichen Brust.

hCG

humanes Choriongonadotropin, das für die Aufrechterhaltung des Gelbkörpers sorgt und bei der medizinisch unterstützten Befruchtung zur Auslösung des Eisprunges verwendet wird

Hirsutismus

männlicher Behaarungstyp bei Frauen

Hyperthyreose

Schilddrüsenüberfunktion

Hypophyse

Hirnanhangdrüse, die die Fruchtbarkeitshormone FSH und LH sowie bildet sowie das Schilddrüsensteuerhormon TSH

Hypothalamus

Mittelhirn; übergeordnete Steuerungszentrale der Hypophyse

Hypothyreose

Schilddrüsenunterfunktion

Hysterektomie

Operative Entfernung der Gebärmutter

ICSI

Abkürzung für "IntraCytoplasmatische SpermienInjektion". Methode der medizinisch unterstützten Befruchtung, bei der ein Spermium direkt in die reife Eizelle eingespritzt wird

Immunsystem

Organe, Zellen und Eiweißkörper, die die Körperabwehr bilden

Implantation

Einnistung einer befruchteten Eizelle (Zygote) in die Gebärmutterschleimhaut

In-vitro-Fertilisation

Methode der medizinisch unterstützten Befruchtung, bei der reife Eizellen aus den Eierstöcken der Frau mit Samenzellen des Partners vermischt, kultiviert und nach Befruchtung in die Gebärmutter übertragen werden

Insemination

Einbringen von Samen in die Scheide oder Gebärmutter mit einer Spritze

Klimakterium

Zeitraum der deutlich nachlassenden Ovarialfunktion mit Wechseljahrbeschwerden.

Knotenstruma

Synonym: Struma nodosa, knotig vergrößerte Schilddrüse.

Kryokonservierung

Aufbewahrung von Eizellen und / oder Samen in flüssigem Stickstoff

Laparoskopie

Bauchspiegelung

LH

Luteinisierendes Hormon, das in der Zyklusmitte zum Eisprung führt

Lutealinsuffizienz

Synonym: Gelbkörperschwäche,.unzureichende Bildung von Progesteron und/oder Östradiol im Gelbkörper.

Lutealphase

Synonym: Gelbkörperphase, die Zeit nach dem Eisprung in welcher das Corpus luteum besteht.

Mamma Ca

Synonym: Brustkrebs.

Mastodynie

Spannungs- und Schwellungsgefühle in den Brüsten meist mit diffusen oder umschriebenen Schmerzen.

Masturbation

Herbeiführen einer Ejakulation durch manuelle Stimulation

Menarche

erste Menstruationsblutung einer Frau

Menopause

letzte Menstruationsblutung einer Frau

Menotropin

FSH und LH, das aus dem Urin von Frauen in den Wechseljahren hergestellt wird

Menstruation

Monatsblutung

MESA

Mikrochirurgische epididymale Spermienaspiration; Entnahme von Spermien aus dem Nebenhoden durch einen mikrochirurgischen Eingriff

Mikro-Injektion

siehe ICSI

Morbus Basedow

Autoimmunerkrankung mit Überfunktion der Schilddrüse die durch TRAK (TSH-Rezeptor-Antikörper) bedingt ist.

Neuralrohrdefekt

fehlender Schluß des Neuralrohres mit der Folge eines offenen Rückens oder Schädels.

Oligomenorrhoe

zu seltene Menstruationsblutung mit einem Blutungsintervall von mehr als 35 Tagen.

Östrogene

weibliche Geschlechtshormone, die den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut und die Verflüssigung des Gebärmutterhalsschleimes bewirken

Ovar

Eierstock

Ovarial Ca

Synonym: Eierstockkrebs

Ovulation

Ruptur des reifen Follikels mit Austritt des Eizelle. Synonym: Eisprung

PC-Test

Abkürzung für Postkoitaltest. Beurteilung der Spermienaktivität im Zerixsekret nach dem Geschlechtsverkehr

PCO

Abkürzung für Polyzystisches-Ovar-Syndrom

Perimenopause

Zeitraum vor und nach der Menopause 2

Plazenta

Mutterkuchen; sorgt für die Ernährung des Fötus und produziert Hormone, die die Schwangerschaft aufrechterhalten

Polymenorrhoe

Zu häufige Menstruationsblutung mit einem Zyklus von weniger als 26 Tagen

Polyzystisches Ovar S.

Endstadium einer chronischen Anovulation mit multiplen kleinen randständigen Zysten in den Ovarien

Postmenopause

Zeitraum nach der Menopause

Progesteron

Gelbkörperhormon; bereitet die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung eines Embryos vor und erhält eine Schwangerschaft aufrecht

Prolaktin

Hormon aus der Hypophyse, das für die Milchbildung nach der Geburt verantwortlich ist. Ein erhöhter Prolaktinspiegel kann die Ursache von Unfruchtbarkeit sein.

Spermien

männliche Samenzellen

Spermiogramm

Bestimmung der Anzahl, Beweglichkeit und Form der Spermien möglichst nach den Empfehlungen der WHO, um Rückschlüsse auf die Fruchtbarkeit des Mannes zu ziehen

Sterilisation

Unterbrechung der Eileiter bei der Frau oder der Samenwege des Mannes zur Schwangerschaftsverhütung

Struma

Vergrößerung der Schilddrüse

TESE

Testikuläre Spermienextraktion; chirurgische Entnahme von Spermien aus dem Hoden

Testosteron

männliches Geschlechtshormon, das die Spermienbildung und -reifung fördert, und entscheidend für Potenz und Libido ist

Autoimmun-thyreoiditis

durch Schilddrüsenautoantikörper bedingte abakterielle Schilddrüsenentzündung. (Hashimoto Thyreoiditis)

Trophoblast

Die zweischichtige Außenwand des sich implantierenden Embryos zwischen ihm und dem mütterlichen Gewebe bestehend aus Zytotrophoblast und Synzytiotrophoblast. Vorstufe der Plazenta.

Trophoblasttumor

Tumoren, die aus Trophoblastzellen entstehen:z.B. Blasenmole oder Chorion-Karzinom.

TSH

Thyroidea stimulierendes Hormon. Wird vom Hypothalamus ausgeschüttet und stimuliert in der Schilddrüse die Produktion der Schilddrüsenhormone

Uterus

Gebärmutter

Varikozele

Krampfader am Hoden

Virilisierung

Vermännlichung eines weiblichen Individuums als Ausdruck einer erhöhten Aktivität androgener Hormone.

Zyklustempoanomalie

Verlängerung oder Verkürzung der Dauer des Menstruationszyklus. Vergleiche: Oligomenorrhoe und Polymenorrhoe.

Zyste

Flüssigkeitsgefüllter Hohlraum


©2001-2003 H.I.K. e.V. | Disclaimer | Impressum |Anregungen oder Kritiken bitte an webmaster@kinderwunsch-hh.de